Teurer Service im Alter -
Beim Betreuten Wohnen gibt es große Qualitätsunterschiede


Von ddp-djn-Korrespondent Reiner Fischer

Potsdam. Viele Senioren möchten auch im Alter weiter selbstständig leben, wollen aber gern gesundheitliche Betreuung und einige Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe haben. Für sie könnte eine relativ neue Wohnform in Betracht kommen, das Betreute Wohnen.

Nach Erfahrungen der Verbraucherzentrale Brandenburg verbergen sich hinter den Angeboten zum Betreuten Wohnen oder Service-Wohnen recht unterschiedliche Konzepte. Die Palette reicht von Wohnungen, die eng an ein Altenheim angegliedert sind, über seniorengerechte Wohnungen im normalen Wohnungsbau, die nur einen Hausmeisterdienst bieten, bis hin zu hotelähnlichen Immobilien mit Sauna und Wellnessbereich. Auch ganze Wohnanlagen werben inzwischen damit.

Das Prinzip ist immer gleich. Neben der Wohnung werden verschiedene Serviceleistungen wie z.B. die Wohnungsreinigung, Mahlzeitendienste, Hausmeistertätigkeiten oder Pflege angeboten.

Senioren, die sich für Betreutes Wohnen interessieren, sollten zunächst ihre eigenen Bedürfnisse prüfen, so die Verbraucherschützer. Wer noch rüstig ist, muss vielleicht gar nicht umziehen, sondern kann sich häusliche Pflegeleistungen, Menüservice oder Einkaufshilfen auch in seinem gewohnten häuslichen Umfeld organisieren. Diverse Dienstleister bieten so etwas heute schon an.

Der Vorteil ist, dass die Senioren dann auch nur die Leistungen bezahlen müssen, die sie tatsächlich in Anspruch nehmen. In einer Betreuten Wohnanlage kann das anders sein. Dort werden meist zur Miete pauschale Aufschläge für die Betreuung, für Hausmeister- oder Mahlzeitendienste, für die Pflege oder die Benutzung von Gemeinschaftsanlagen fällig, auch wenn die im Einzelfall gar nicht in Anspruch genommen werden.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg empfiehlt interessierten Senioren zu prüfen, welche Serviceleistungen in der der Wohnanlage angeboten werden. Dann sollten sie sollten sich fragen, welchen Service sie jetzt benötigen und welchen vielleicht später. Am besten sind die Anbieter, die sich flexibel auf die Bedürfnisse der Bewohner einstellen.

Wichtig ist, rechtzeitig über eine eventuelle spätere Pflegebedürftigkeit nachzudenken. Einige Anbieter zum Service-Wohnen sichern den Bewohnern einen Platz auf Lebenszeit zu, andere verlangen den Umzug in ein Pflegeheim. Dieses wird teilweise ganz in der Nähe von dem gleichen Träger betrieben.

Auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich mit dem Thema beschäftigt und einen Ratgeber „Leben und Wohnen im Alter“ herausgegeben. Er gibt einen Überblick über die Vielfalt an Wohnmodellen für das Alter, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Der Ratgeber hilft, persönliche Antworten auf drei grundlegende Fragen zu finden: Was kann ich tun, wenn ich so lange wie möglich in meinem vertrauten Zuhause wohnen bleiben möchte? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich noch einmal umziehen und mich neu orientieren möchte? Welche Alternativen gibt es, falls einmal Hilfe und Pflege nötig werden?
Zu beziehen ist der Ratgeber bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
 

[Baugenehmigung] [Einbauküche in der Mietwohnung] [Verdeckte Mängel  bei Gebrauchtimmobilien] [Ökologisch Bauen- Förderprogramm] [Wohnungsbesichtigung Mieter haben Hausrecht] [Wohnungsmängel schriftlich anzeigen] [Nebenkosten beim Hauskauf] [Schluesseldienste - Preise vergleichen] [Mietminderung wegen Baulärms] [Teurer Service:  Betreutes Wohnen] [Elektrosmog kann krank machen] [Wohnen in  Genossenschaften] [Teure Grunderwerbsteuer] [Haushüter sorgen für Sicherheit] [Hausbesitzer müssen Laub beseitigen] [Kinder dürfen lärmen] [Bei Maklersuche auf Referenzen achten] [Bei Schimmel Fachfirma beauftragen] [Sichtschutz im Garten] [Heizen mit Solarenergie] [Mietkaution]