Unsichtbare Gefahr –
Elektrosmog in der Wohnung kann krank machen


Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer

Elektrosmog in der Wohnung kann Kopfschmerzen, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen auslösen. Der Verband Deutscher Baubiologen meint, dass die Ausdünstungen elektrischer Geräte oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte für den Menschen gesundheitsgefährdend sind.

Viele Bürger wissen gar nicht, wie stark ihre Umgebung belastet ist. Sie nutzen in ihren Wohnungen elektrische Geräte wie Fernseher, High-Fi-Anlagen, Mobiltelefone und Computer. Alle erzeugen elektromagnetische Felder, die auf den menschlichen Körper einwirken. Der Bundesverband der Verbraucherschutzorganisation Die Verbraucherinitiative e.V. geht zwar davon aus, dass in Wohnbereichen Belastungen nicht so stark sind, dass sie die gesetzlichen Grenzwerte erreichen. Dennoch kann es nicht schaden, wenn die Bewohner etwas tun, um den Elektrosmog in ihren Wohnungen zu reduzieren.

So sollten Mobiltelefone nicht regelmäßig als Wecker benutzt werden. Es ist besser, sie nicht neben dem Bett auf dem Nachttisch zu deponieren. Auch andere elektronische Geräte sollte aus dem Schlafbereich ferngehalten werden.

Schnurlose DECT-Telefone sind eine bedeutende Quelle für hoch frequente elektromagnetische Strahlung in der Wohnung. Sie sollten nicht im Wohn- und Schlafbereich stehen. Denn bei den heute üblichen schnurlosen Telefonen sendet die Basisstation permanent, unabhängig von der Benutzung. Die Strahlungsstärke übersteigt dabei die von Mobilfunkbasisstationen in der näheren Nachbarschaft, so der Verbraucherschutzverband.

Fernseher und Musikanlagen sollen möglichst nicht im Stand-By-Modus ausgeschaltet werden. Das ist nicht nur teuer, weil die Geräte Gerät weiter Strom verbrauchen. Die Energie strahlt auch die ganze Zeit in die Umgebung ab.

Eine besonders hohe Strahlungsintensität erzeugen Mikrowellen, so der Bundesverband Verbraucherinitiative e.V.. Normalerweise wird die Strahlung durch das Metallgehäuse und das Metallgitter auf der Frontscheibe abgeschirmt. Doch bei defekten Mikrowellen mit verbeultem Gehäuse oder verzogenen Türen kann Strahlung nach außen dringen. Es ist gesünder, solche Geräte zu entsorgen.

Äußere Einflüsse, wie zum Beispiel die Strahlung von Mobilfunkantennen oder Sendemasten für TV und Radio, werden oft als Ursachen für Gesundheitsgefährdungen vermutet. Wer in unmittelbarer Nähe solcher Anlagen wohnt, sollte die Strahlung einmal messen lassen.

Grundsätzlich gilt: Häuser in Leichtbauweise lassen weitaus mehr Mobilfunkstrahlung durch als Massivhäuser. Je dicker die Wände sind, desto mehr Strahlung wird absorbiert und erreicht die Innenräume nicht.

Große Fensterflächen fördern das Einwirken der hoch frequenten Felder, während Metallflächen und metallisch bedampfte Flächen die Strahlung reflektieren.

Es gibt Methoden, Häuser und Wohnungen abzuschirmen und abzudichten, um sie vor der Strahlung zu schützen. Sie sind allerdings recht aufwändig und teuer, weil immer das gesamte Haus abgesichert werden muss. Teillösungen bringen nicht viel. Der Bundesverband empfiehlt Abschirmungen deshalb nur, wenn wirklich eine erhöhte Hochfrequenzbelastung vorliegt.
 

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