Klassisch oder virtuell - Hotel-Entertainment hat viele Gesichter

Text: Uta Alexander, Katja Fischer

Nicht umsonst spielen Filme gern in Hotels. Sie stehen für eine Welt abseits vom normalen Alltag. Hier geschieht das Besondere, hier pulsiert das Leben, hier beginnen Leidenschaften und Geschichten. Selbst wer nur ein Bett für eine Nacht bucht, erwartet etwas darüber hinaus: Mehr Komfort als daheim, mehr Aufmerksamkeit für die eigene Person, mehr Anregung, mehr prickelnde Spannung. Erst recht tun das Wochenendgäste, Touristen und Geschäftsreisende.

Symbiose zwischen Hotel und Entertainment

Seit jeher gehen daher Hotels und Entertainment Hand in Hand. Die nostalgische Variante sind legendäre Bälle in üppig dekorierten hoteleigenen Sälen, wie sie heute durchaus wieder interessant sein können, mit versierten Eintänzern a la Patrick Swayzy in „Dirty Dancing“ und lässigem Pianisten an der Bar.

Mitunter haben Hotels eigene Bühnen und präsentieren dort Kabarett oder Live-Show-Künstler. Der Bayerische Hof in München wurde mit exklusiven Jazz- und Blues-Veranstaltungsreihen zur Top-Adresse für Night Club-Schwärmer. „Ein erstklassiges Hotel sollte auch den Anspruch verfolgen, das kulturelle Leben seiner Stadt zu bereichern“, bringt das Management sein Konzept auf den Punkt. Umgekehrt profitieren Hotels vom „öffentlichen Entertainment“, beispielsweise dem Kölner Karneval, dem Berlin-Marathon, Chorproben des Leipziger Thomaner-Chores oder Geburten von Mega-Stars wie Eisbär Knut.

Nach Beauty und Spa Romantik und Show

Beauty und Spa allein füllen nun mal nicht die Abende in einer fremden Stadt. Einfallsreiche Köpfe mit Gespür für Zeitgeist wagen Experimente: Karaoke im Foyer, nächtliche Boxkämpfe im Partyzelt, Talenteshow für Haustiere, Vortragsreihen von Astronomen oder Tierfilmern, regionales Handwerk in Aktion, Schaufrisieren mit Models aus dem Publikum. Der Trend geht zu außergewöhnlichem Entertainment an außergewöhnlichen Orten.

Entertainment-Konzept ist Chefsache

Zu bestimmen, was an Entertainment inhaltlich mit dem Stil des Hauses harmoniert, ist Chefsache. Ein Entertainment-Konzept verdient nicht weniger Sorgfalt als die Speisekarte. Die Entscheidungen hängen ab von der Größe und Lage des Hotels, seinem Selbstverständnis, sowie seinen personellen und finanziellen Möglichkeiten. Ein ländliches Haus erfüllt mit Nachtangeln, geführten Wanderungen zum Belauschen der Hirschbrunft und einem Tanzabend im Kaminzimmer durchaus die Erwartungen seiner Klientel. Lieber klein anfangen, testen und langsam wachsen als mit großem Paukenschlag starten und dann nicht durchhalten.

Agenturen übernehmen die Umsetzung

Die Umsetzung des Unterhaltungskonzepts übernehmen entweder ein fest angestellter Entertainment-Manager und sein Team oder externe Partner. Das können Anbieter in der eigenen Stadt sein oder aber Agenturen, die gleich für mehrere Hotels in mehreren Regionen Shows und Unterhaltung „designen“ und von der Kulisse über Akteure und Technik bis hin zum Marketing alles aus einer Hand liefern. Das Hotel kauft nur die Leistung.

Entertainment in der virtuellen Welt

Wenn die Generation iPod auf Reise geht – und das sind nicht nur Jugendliche – ist sie immer auch in der virtuellen Welt unterwegs. Der „heiße Draht“ zu einem Chat-Partner in Neuseeland kann wichtiger sein als der reale Blick auf die Zielgerade bei einem Formel-1-Rennen. Am liebsten hätten sie beides zugleich, wenn es die technischen Möglichkeiten zulassen.

Bereits existierende Verkörperungen solcher Wünsche waren auf der jüngsten
ITB in Berlin dicht umlagert. In Airlines der Spitzenklasse etwa sitzt man auf Massagestühlen vor einem 42-Zoll-Plasma-Bildschirm und hat die Wahl, Playstation zu spielen, Airshow zu gucken (2 Kameras, die das Flugzeug von außen live beim Starten und Landen zeigen), zu telefonieren, Faxe zu versenden oder sich von 18 Video- und 22 Audiokanälen einen auszusuchen.

Ganz ähnlich sehen Experten die Zukunft der Hotellerie. Der Gast wünscht sich Entertainment der neuesten Generation, möglichst mehrere Klassen besser als das, was er zuhause hat und auf jeden Fall nicht schlechter. 22-Zoll-Bildschirme und 42-Zoll-Bildschirme für Suiten in Full HD-Qualität sind angesagt. Gern kann ein 24-Zoll-iMac das klassische Hotel-TV-Gerät ersetzen. Der Mensch der Zukunft wird auch seine Nachtlektüre aus 100 000 Titeln einer zentralen Datenbank online auswählen und auf sein elektronisches Lesegerät „ziehen“, dazu noch ein, zwei Tageszeitungen und/ oder einen spannenden Film.

Fernsehen über das Internet

Die innovativsten Hotels haben bereits reagiert. In den Lindner-Hotels in Düsseldorf und Frankfurt können die Gäste bis zu 1500 nationale und internationale Fernsehkanäle empfangen. Möglich wird das durch IPTV, Fernsehen über das Internet. Dabei war das Problem zu lösen, dass das bestehende WLAN die nötigen Datenmengen nicht transportieren konnte. Zwar lag die Brutto-Datenrate bei 54 Megabit in der Sekunde. Aber weil die Funksignale Wände passieren müssen, bleiben bestenfalls 50 Prozent der Ursprungsleistung erhalten. Zu wenig für Telenovelas aus Venezuela oder DFB-Pokalspielübertragungen. Die klassische Lösung, LAN per Netzwerkkabel, kam wegen des baulichen Aufwands nicht infrage. Dafür hätten im Lindner Congress Hotel Düsseldorf Datenleitungen in 259 Zimmer gezogen werden müssen. Im Lindner Congress Frankfurt wären es sogar 285 Zimmer und 18 Appartements gewesen. Dazu hätten die Hotels wochenlang geschlossen werden müssen. Das Lindner Projektmanagement entschied sich schließlich für eine Lösung des Aachener Unternehmens devolo AG. devolo dLAN nutzt die bestehende Infrastruktur, nämlich die Stränge, die bislang das Satelliten TV in die Zimmer transportierten. „Der größte Vorteil dieser Variante war, dass wir die Umstellung von Satellitenfernsehen auf IPTV innerhalb von gerade einmal zwei Wochen bewältigen konnten, ohne dass die Gäste es bemerkt haben“, sagt Gunnar von Hagen, Leiter Operations- und zentrales Projektmanagement bei Lindner.

Hollywood-Kino im Hotelzimmer

Noch sind es meistens Hotels der Spitzenklasse, die ihren Gästen technischen Luxus bieten. So offeriert die Hilton-Gruppe ihren Gästen ein so genanntes Inroom-Movie-Angebot. Es kommt von Filmbank Distributors, einem der weltweit führenden Anbieter von Inroom-Entertainment für Hotels. Es ist ein Joint Venture von Warner Bros. und Sony Pictures und vertreibt über Lizenznehmer Hollywood-Produktionen in Hotels. So können Gäste im Hotel schon Filme sehen, ehe sie auf DVD verkauft werden. Auch andere große Entertainment-Anbieter wie Premiere oder Quadriga stellen spezielle Pakete für Hotels zusammen.

Zusatznutzen für Hotel und Gast

Der Trend zur elektronischen Unterhaltung im Hotelzimmer ist unaufhaltsam und eine ganze Reihe von Firmen laboriert an finanzierbaren Lösungen auch für kleinere Hotels. Das Berliner Unternehmen Macnetix stattete beispielsweise Welcome Hotels in Paderborn und Darmstadt mit der IPTV-Technologie aus. Carsten Kritz von der Geschäftsführung der Hotelgruppe zeigt sich zufrieden. Das Produkt sei bei den Gästen bestens angekommen. Das digitale Fernsehen gewähre nicht nur eine bessere Bildqualität und Internetzugang auf dem Zimmer, sondern auch eine größere Programmauswahl. Ein weiterer Vorteil für den Gast: Er kann über den Bildschirm im Zimmer den Room-Service interaktiv nutzen. Auch den Hotels bringt diese Technik Zusatznutzen, wenn sie darüber Mehrwertdienste anbieten wie Pay-TV oder Video on Demand.

Handlungsbedarf für kleine Hotels

Es besteht Handlungsbedarf, auch und gerade für kleine und mittelständische Hotels. Sie dürfen den Zug der Zeit nicht verpassen. Ohne Internetzugang auf dem Zimmer wird es heutzutage schwer. Die Gäste erwarten einfach, dass sie ihre Mails checken und im Netz surfen können. Sie möchten auf dem Zimmer das nächste Reiseziel kontaktieren, die am Tage geschossenen Fotos versenden, auf CD brennen oder auf USB sichern. Und das möglichst, ohne zusätzliche Gebühren zahlen zu müssen. Darauf sollten sich Hoteliers einstellen.

Viele Reisende, vom Geschäftsmann bis zum Rucksacktouristen, sind heutzutage mit Hochleistungselektronik unterwegs. Sie führen Digitalkamera, GPS, Handy, iPhone und Mac Book mit sich, die Kenner auch eine Sechsfachsteckdose. Noch sind sie – vor allem in günstigen Unterkünften – bereit, ihre Ladegeräte im Badezimmer auszubreiten, um ihre Technik an der Steckdose für den Rasierapparat den nächsten Tag zu präparieren. Oder sie verzichten auf die Stehlampe. Doch das wird nicht so bleiben. Die Gäste wollen im Hotel nicht nur gut schlafen, sondern auch technischen Komfort vorfinden. Immer öfter gibt eine freie WLAN-Verbindung bzw. ein kostenloses Netzwerk den Ausschlag, ob sich der Gast für oder gegen ein Hotel entscheidet.





Trends beim Hotel-TV

Das Wiener Marktforschungsunternehmen Interconnection Consulting untersuchte im Jahr 2007 den Hotel TV Markt in Kernländern Westeuropas. Das Ergebnis: Der Trend geht eindeutig zu Flachbildschirmen.

Hoteliers verabschieden sich endlich von den alten Röhrenfernsehern. 2007 standen lediglich in durchschnittlich 9,9 Prozent aller Hotelzimmer LCD Bildschirme, für 2008 wurde ein Anstieg auf knapp 20 Prozent erwartet. Bis zum Jahr 2011 wurde eine Ausstattungsrate von über 50 Prozent prognostiziert.

Im Durchschnitt wechseln Hotels alle 8,2 Jahre ihre Fernsehgeräte aus. Hier liegt die LCD Technologie klar in Führung.

Neben dem Trend zu Flachbildschirmen zeichnet sich eine starke Tendenz zu größeren Bildschirmen ab. Die Größen 26 bis 29 Zoll repräsentierten immerhin ein Viertel des Gesamtmarktes 2007. Aus Platzgründen sind dennoch 22-Zoll-Fernseher die am stärksten nachgefragte Größe am Hotel TV Markt.

Über 45 Prozent des gesamten Hotel TV Marktes laufen über Hotel TV Provider. Sie sind die wichtigsten Partner für Interaktives Fernsehen, welches weiterhin an Bedeutung gewinnen wird. 2007 belief sich der Anteil interaktiver Fernseher auf 29,4 Prozent. Für die kommenden Jahre wird ein moderater Anstieg auf über 30 Prozent prognostiziert. „Immer mehr Hotelketten tendieren dazu, die Besonderheiten des Interaktiven Fernsehens zu nutzen. Sei es die Hotelrechnung via TV zu bezahlen, das Hotelangebot zu studieren oder die Filmauswahl auf den persönlichen Geschmack abzustimmen“, resümiert Studienautorin Katharina Schneider.



Kleiner Ratgeber zum Hotel-TV

Anders als herkömmliche TV-Geräte bieten Hotel-TV-Geräte wichtige Zusatzfunktionen für hohen Gästekomfort und niedrige Betriebskosten. Hotel-TV Geräte mit Hotelmode besitzen mindestens folgende Eigenschaften:

Geschützter Zugang zum Installationsmenü
Das Installationsmenü, in dem die TV-Grundeinstellungen gespeichert werden, ist für den Gast gesperrt. Nur das Hotel hat exklusiven Zugang über einen speziellen Code bzw. eine spezielle Service-Fernbedienung.
Vorteil: Es ist sichergestellt, dass das Gerät auch beim nächsten Gast einwandfrei funktioniert und nicht z.B. einige Programme vom vorigen Gast aus Versehen „wegprogrammiert“ wurden. Das Hotelpersonal muss keine unnötige Zeit mit der ständigen Überprüfung und erneuten Einstellung der Geräte vergeuden.

 
Lautstärkebegrenzung
Wer möchte schon nachts durch brüllenden Fernsehlärm aus dem Nachbarzimmer geweckt werden? Im Installationsmenü kann die maximale Lautstärke festgelegt werden, mit der die Gäste fernsehen können.
Vorteil: Mit der Begrenzung der Maximallautstärke wird die Störung anderer Gäste vermieden. Und wo man gut schläft, kehrt man gern wieder ein.

Quelle und weitere Informationen: www.RedSam.de




Erfahrungen aus der Praxis 1

Hotel Berlin, Berlin am Lüzowplatz


Im April startete das Hotel Berlin, Berlin am Lützowplatz sein Inroom Entertainment. Damit setzt es Maßstäbe in Deutschland und in Europa. „Auf ihren Zimmern werden die Gäste auf einem HDTV-Gerät begrüßt. Sie können in hoher Qualität fernsehen, Radio und Musik hören, Stadtinformationen abrufen und auch den Roomservice in Anspruch nehmen. Es ist möglich, den Laptop an den Fernseher anzuschließen, Fotos herunter zu laden und eine kostenlose WLAN-Verbindung zum Internet zu nutzen. All das ist im Zimmerpreis enthalten. Gäste, die zusätzliche Packages buchen, bekommen sichere Highspeed-Internet-Verbindungen nach europäischer Norm, auf Wunsch eine europaweite Telefon-Festnetzflatrate und eine Premiere-Freischaltung“, erklärt Marketing Managerin Anne Bubner das Projekt.

Sie meint, dass die Gäste diesen zusätzlichen Service gern nutzen werden. „Wir sind eines der größten Hotels in Deutschland und haben sehr viele Geschäftsreisende zu Gast. Die brauchen sichere Verbindungen ins Internet, wenn sie mit ihren Firmen kommunizieren. Und sie freuen sich, wenn sie sich nach einem anstrengenden Tag noch einen Film auf Premiere anschauen können.“

Ausländische Gäste können sogar die beliebtesten Fernsehprogramme aus ihrer Heimat empfangen. 250 nationale und internationale TV-Sender sind verfügbar, und zwar exakt auf die Gästestruktur des Hotels zugeschnitten.

Für das Hotel Berlin, Berlin, das seit Mai 2006 dem schwedischen Unternehmen Pandox AB gehört, ist das Inroom-Entertainment-System ein Baustein in einer ganzen Reihe von Umstrukturierungen. Schon rein äußerlich hat sich Berliner Traditionshotel verändert, ist jünger und moderner geworden. In der Lobby werden die Gäste mit LED-Leuchtbändern begrüßt, auf den Fußboden ist ein virtueller Fußballplatz projiziert, der vor allem die Männer zu sportlichen Duellen inspiriert.

„Dem Management war klar, dass Umstrukturierung und Neu-Positionierung des Hotels nur dann komplett ist, wenn auch die technischen Ausstattung auf den Zimmern dem neuesten Stand der Technik entspricht“, sagt Anne Bubner. Mit der Firma Siemens Enterprise Communications fand das Hotel Berlin, Berlin einen Partner, der das Inroom-Entertainment konzipierte und mit dem Hotel-Buchungssystem verlinkte. „Das ist recht anspruchvoll und wir haben gemeinsam mit unserem Partner MC 3 in Landshut ein völlig neuartiges System entwickelt“, erklärt Account Manager Silvio Tech. „Es ist komplett digital und damit absolut zukunftsfähig.“

In 500 der 701 Zimmer des Hotels Berlin, Berlin hat im April die digitale Zukunft begonnen. Die Gäste werden sich schnell an den zusätzlichen Komfort gewöhnen. Und die Mitarbeiter werden noch mehrere Schulungen absolvieren müssen, um alle technischen Feinheiten des Systems ausreizen zu können. Dabei können aber jederzeit auf die Leute von Siemens Enterprise zählen, denn Service und Wartung des Systems gehören zu ihrem Leistungspaket. 




Erfahrungen aus der Praxis 2:


Handgemachte Rockmusik, Lesungen und Theater 


Dagmar Tabbert, Geschäftsführerin im Hotel & Restaurant Neu-Helgoland Berlin: „Unterhaltung aus der Konserve ist nichts für mich.“


Im Sommer platzt das traditionelle Berliner Ausflugslokal Neu-Helgoland an der Berliner Müggelspree fast aus den Nähten. Dann sind die knapp 500 Plätze auf der Terrasse gut gefüllt. Im Innern des Hauses finden noch einmal fast 400 Besucher Platz. 

Doch im Herbst und Winter kommen die Gäste nicht von sich aus in Scharen. „Nur gutes Essen und eine schöne Lage reichen nicht aus“, sagt Dagmar Tabbert, die das im Familienbesitz befindliche Haus in der vierten Generation führt. „Zu so einem großen Restaurant gehören Kultur und Musik. Das zieht die Leute an.“

Was heute mit dem modernen Begriff Entertainment beschrieben wird, gab es im Neu-Helgoland schon in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Jedes Wochenende war Tanz, es spielten Kapellen auf, Ausflugsschiffe aus Berlin legten an. Die Leute amüsierten sich.

Das will Dagmar Tabbert ihren Gästen auch heute ermöglichen. Von September bis Juni lädt sie freitags, samstags und sonntags zu Veranstaltungen ein. Das sind Konzerte bekannter Rockbands, Lesungen, Kleinkunst, Theaterstücke und vieles mehr. Legendär sind Auftritte berühmter Gruppen wie Renft, Lift oder Modern Soul. „Das Neu-Helgoland ist inzwischen zu einem Inbegriff für Ostrock geworden“, sagt die Chefin. „Aber es treten auch zunehmend gesamtdeutsche und internationale Künstler auf.“

Die Kulturveranstaltungen locken sogar Gäste ins Haus, die sonst nicht kommen würden. Das sind die Fans der Bands, die an den Abenden auftreten. „Etwa 70 Prozent der Gäste reisen ihren Bands nach. Viele buchen dann gleich bei uns Hotelzimmer und bleiben am Sonntagvormittag noch zum Brunch mit Dixielandmusik“, freut sich die Geschäftsführerin.

Ihr Konzept geht auf. Zwar kostet es viel Kraft, die Veranstaltungen zu konzipieren und den Kartenverkauf zu managen, aber es lohnt sich. „Mit der Kultur zeigen wir eindeutig Profil. Wir sind nicht nur ein Ausflugslokal von vielen hier in der Gegend.“

Für Dagmar Tabbert ist das Veranstaltungsmanagement eindeutig Chefsache. Sie stimmt die Termine mit den Musikern ab, hört sich Arbeitsproben an, wählt aus und stellt am Ende den Flyer mit den aktuellen Veranstaltungen zusammen. Und sie hat auch selbst Spaß an den abendlichen Veranstaltungen, legt Wert auf handgemachte Musik. „Ich stehe nicht auf aufgewärmtes Essen aus der Tiefkühltruhe und Musik aus der Konserve. Für mich muss alles echt und lebendig sein. “ 

„Natürlich verursachen die Veranstaltungen auch Kosten“, betont die Geschäftsführerin. „Licht, Technik, zusätzliches Personal, das alles will bezahlt sein. Mindestens 150 Gäste pro Veranstaltung müssen kommen, damit sich das für uns rechnet.“ 

Gastronomie 5/2009



 

[Ein Herz für  Frühaufsteher] [Moderne Heizsysteme  rechnen sich] [Knallhart kalkulieren] [Kreativ mit Convenience] [Frauen im Hotel] [Hotelentertainment] [Surfen auf der Bettkante] [Externe Dienstleister]