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Grüne Geldanlagen – Verantwortungsbewusst und renditestark
Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer
Berlin. Umweltbewusstsein und Renditestreben müssen keine Gegensätze sein. Wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft Finanztest feststellt, können Investments in so genannte nachhaltige Geldanlagen sich für Anleger durchaus finanziell lohnen. Sie bringen sogar mehr ein als manch herkömmlicher Aktienfonds.
Ein Beispiel dafür ist der Naturaktienindex NAI, der 1997 aufgelegt wurde und seitdem ein Plus von 306 Prozent verzeichnet, das sind 15,6 Prozent jährlich. Damit übertrifft er den herkömmlichen Aktienindex MSCI Welt bei weitem. Der stieg im selben Zeitraum lediglich um 6,7 Prozent pro Jahr.
Im NAI sind 30 Aktien zusammengefasst, die von einem Ausschuss nach strengen Kriterien ausgewählt werden. Qualitätsmaßstab ist die ökologisch-soziale Arbeit der Unternehmen. Im NAI sind zum Beispiel Aktien der französischen Firma Boiron und des japanischen Fahrradherstellers Shimano gelistet.
Auch der von der Umweltbank aufgelegte Aktienindex UBAI braucht sich nicht zu verstecken. Er stieg allein im vergangenen Jahr um 38,65 Punkte. Nach Angaben der Bank enthält er deutsche Aktien von Firmen, die sich auf ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften spezialisiert haben. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die weniger ökologisch handeln und zum Beispiel in Großkraftwerke investieren oder mit Waffen handeln.
Weltweit gibt es mittlerweile über 100 nachhaltige Fonds, der Markt boomt. Immer mehr große Konzerne entdecken, dass sich soziales und ökologisches Engagement gut verkaufen lassen. Vielen Menschen ist es wichtig, dass die Firmen, denen die ihr Geld anvertrauen, umweltfreundlich arbeiten und sozial engagiert sind. Sie wollen mitbestimmen, was mit ihrem Geld geschieht, zum Beispiel die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien unterstützen.
Die Stiftung Warentest empfiehlt, bei der Auswahl der Aktien oder Fonds nicht ausschließlich auf ethische und soziale Kriterien zu achten. Anleger sollten auch Finanzkennzahlen wie Gewinn oder Verschuldung des Unternehmens im Blick haben. Außerdem sollten sich Kunden über die Anlagepolitik des betreffenden Fonds informieren, so die Warentester. Denn nicht alle Fonds investieren nach denselben Kriterien.
Wer sicher gehen will, dass der Fonds auch seinen ethischen und sozialen Ansprüchen genügt, sollte sich genau die Zusammensetzung der Fonds ansehen. Das geht einfach per Mausklick im Internet, wo Fondsgesellschaften detaillierte Fondsporträts bereithalten. Gebündelte Informationen über nachhaltige Investments gibt es unter www.nachhaltiges-investment.org. Auch in Verkaufsprospekten der Fondsanbieter kann man nachlesen.
Eine gute Orientierung bietet auch der Fondsdauertest der Stiftung Warentest. Dort schneidet der Fonds Green Effects NAI-Werte überdurchschnittlich ab.
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