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Immobilienkauf - Beim Makler auf Qualifikation und Referenzen achten
Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer
Die meisten Menschen kaufen nur einmal im Leben eine Immobilie. Umso wichtiger ist es, dass das Traumhaus alle Erwartungen erfüllt und auch der Preis angemessen ist.
Der Verbraucherschutzverein „Wohnen im Eigentum“ empfiehlt Käufern realistisch zu prüfen, ob sie alle wichtigen Herausforderungen eines Immobilienkaufs selbstständig bewältigen können. Dazu zählen Suche und Besichtigung des Objekts, die Prüfung von Substanz und Wert der Immobile, Preisverhandlungen und Mitgestaltung des Kaufvertrages.
Für einen Laien ist es nicht einfach, das richtige Grundstück, die Wohnung oder das Eigenheim zu finden. Zwar gibt es diverse Informationsquellen wie Zeitungsannoncen, einschlägige Webseiten im Internet, Branchenverzeichnisse oder Aushänge in den Kommunen. Aber gerade für Interessenten, die sich nicht jeden Tag mit der Materie beschäftigen, ist es schwer, unter der Fülle der Angebote das Geeignete herauszufiltern.
Wer sich einen Immobilienkauf allein nicht zutraut, kann die professionelle Hilfe eines Maklers in Anspruch nehmen. Der übernimmt dann im Auftrag des Kunden Leistungen wie die Suche nach einer Immobile, Wertermittlung, Einsichtnahme in wichtige Bauakten und Zusammenstellung aller notwendigen Unterlagen für die Behörden. Er organisiert Besichtigungstermine und inseriert in Zeitungen.
Für die Maklerleistungen zahlt der Käufer nach Abschluss des Kaufvertrages eine Maklerprovision. Die Höhe ist verhandelbar. Laut einer Studie des Vereins „Wohnen im Eigentum“ lassen sich die in Deutschland lange Zeit üblichen Provisionen bis zu 6,96 Prozent in der aktuellen Marktsituation immer schwerer durchsetzen. „Eine anstrebenswerte Größe sind 3,48 Prozent“, so Vereinssprecherin Gabriele Heinrich.
Die Berufsbezeichnung Makler ist nicht geschützt, jeder darf sich so nennen. Deshalb sind auf dem Markt nicht nur seriöse Immobilienvermittler unterwegs. Der Verbraucherschutzverein „Wohnen im Eigentum“ rät Kunden, immer mehrere Makler zu vergleichen. Um herauszubekommen, wie vertrauenswürdig sie sind, sollten Käufer in Erfahrung bringen, wie lange der Makler schon in seinem Beruf tätig ist und welche Objekte er bisher vermittelt hat. Aufschluss geben auch Informationen über Ausbildungen und Qualifikationen der Makler, besonders im Hinblick auf Wertermittlung, Baukunde, Immobilienrecht und Verhandlungsführung.
Bevor der Maklervertrag abgeschlossen wird, sollten Kunden sich Referenzadressen geben lassen. Ganz wichtig ist auch die Einsicht in die Haftpflichtpolice des Maklers. Der Berufsverband der Makler empfiehlt eine Vermögensschadens-Haftpflichtversicherungen in Höhe von 200 000 Euro, 2-fach.
Zu finden sind Adressen von Maklern in Branchenverzeichnissen wie den Gelben Seiten. Im Internet sind sie beispielsweise unter der Adresse des Maklerverbandes www.ivd.net und unter www.immonet.de aufgelistet.
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