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Vorsicht vor Haustürgeschäften – Für Schimmelpilzsanierung qualifizierte Fachfirma beauftragen
Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer
Mehrere Verbraucherzentralen warnen vor dubiosen Firmen, die zur Zeit unterwegs sind, um Hausbesitzern an der Haustür die Beseitigung von Schimmelpilz im Gebäude offerieren. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beobachtet beispielsweise, dass in ihrem Bereich verstärkt Feuchtemessungen in Kellerräumen angeboten werden. Unter Hinweis auf den für 2007 angekündigten Energiepass vermitteln die Firmen den Hausbesitzern den Eindruck, im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen unterwegs zu sein.
"Doch das vermeintliche Beratungsgespräch soll allein Türöffner sein, um Aufträge für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu akquirieren", so die Verbraucherschützer. Sie raten zur Vorsicht: "Sorgfältige Planung und Beratung sowie Vergleichsangebote sind das A und O für eine energetische Haussanierung. Und das gibt es weder von der Stange noch auf die Schnelle." Außerdem sei der ins Haus stehende Gebäudeenergieausweis kein Anlass zur Eile. Denn das Dokument, in dem der Energiebedarf bzw. -verbrauch eines Hauses oder einer Wohneinheit aufgeführt ist, wird frühestens Ende 2007 Pflicht. Und dann auch nur, wenn eine Neuvermietung oder ein Verkauf des Hauses oder der Wohnung ansteht.
Auch aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind Fälle bekannt, bei denen Vertreter von Firmen an der Haustür Beschichtungen von Dächern, Wärmedämmung und die Sanierung von Schimmelpilz offerieren. Die Verbraucherschützer raten, solchen Angeboten grundsätzlich zu misstrauen. Seriöse Firmen treten nicht als Klinkenputzer auf.
Kunden, die Interesse an Handwerksarbeiten zur Wärmedämmung und Schimmelpilzbeseitigung haben, sollten sich Anbieter in ihrer Region suchen und ihre Referenzen prüfen. Qualifizierte Firmen erkennt man daran, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dass sie zunächst nach den Ursachen der Feuchtigkeitsschäden suchen. Speziell geschulte Handwerker gehen nach dem Leitfaden zur „Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen" des Umweltbundesamtes vor. Er ist kostenlos beim Umweltbundesamt erhältlich und unter http://www.umweltbundesamt.org im Internet zu herunterzuladen.
Die Verbraucherzentrale NRW hat eine Checkliste erarbeitet, mit der Kunden fachlich geeignete von untauglichen Firmen unterscheiden können. Sie ist im Internet unter www.vz-nrw.deschimmelpilze abrufbar.
Als erstes sollten Kunden den Anbieter fragen, an welcher fachlichen Fortbildung die Mitarbeiter der Firma teilgenommen haben. Ein Indiz für Seriosität ist es, wenn die Handwerker die „Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung nach Biostoffverordung“ kennen und ihre Arbeit danach ausrichten. Qualifizierte Handwerksbetriebe setzen staubarme Techniken ein und verwenden keine gesundheitsgefährdenden Chemikalien. Nach Beendigung der Sanierung prüfen sie durch eine Messung den Erfolg ihrer Arbeit. Das sollte im Angebotspreis enthalten sein.
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