Sichtschutz im Garten -
Sicher vor neugierigen Blicken


Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer

Berlin. Mit dem schönen Frühlingswetter beginnt auch wieder die Gartensaison. Die möchte man möglichst ungestört von den Blicken der Nachbarn genießen. Ein Sichtschutz im Garten ist dafür unerlässlich.

Bevor es an die Auswahl der geeigneten Sichtblende geht, sollten sich Grundstückbesitzer über die örtlichen Vorschriften informieren. Oft benutzen Grundstücksbesitzer Hecken, um sich vom Nachbarn und der Straße abzuschirmen. Für die Beflanzung mit Hecken sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Grenzabstände zum Nachbargrundstück vorgeschrieben. In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen regeln Nachbarschaftsgesetze den Grenzabstand für Bäume und Sträucher. In den anderen Bundesländern gilt grob: Bei Bäumen und Sträuchern bis 2 Meter Höhe ist ein Mindestabstand von 50 Zentimetern, bei höheren Pflanzen von einem Meter angebracht. Genaue Informationen gibt es bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, aus anderen Materialien, zum Beispiel Stein oder Holz, einen Sichtschutz zu errichten. Auch hier gilt, dass zunächst Informationen bei der Gemeinde eingeholt werden müssen. Denn viele Kommunen haben in einem Bebauuungsplan geregelt, ob ein Sichtschutz gebaut werden und wie hoch er sein darf. Wo es keine explizite Regelung darüber gibt, ist der Sichtschutz meist zulässig, wenn er im ortsüblichen Rahmen bleibt. Grundstücksbesitzer sollten sich also in ihrer Nachbarschaft umsehen, wie hoch dort Zäune, Hecken und Mauern sind.

Es müssen nicht immer triste Mauern sein, die die Blicke des Nachbarn abwehren. Als moderner und formschöner Sichtschutz eigenen sich zum Beispiel so genannte Gabionenwände. Das sind verzinkte Stahlkörbe, in die Bruchsteine geschichtet werden. Das ergibt eine recht ansehnliche Mauer, die auch noch ökologisch wertvoll ist. Denn in den Zwischenräumen können sich kleine Tiere und Pflanzen ansiedeln.

Oft verwendet werden auch Hölzer als Sichtblende. Eine kostengünstige Alternative zu edlen tropischen Hölzern sind einheimische Sorten wie Douglasie oder Lärche.

Naturfreunde benutzen gern Weidenzweige. Sie können als Fertigwand in verschiedenen Fechttechniken gekauft werden. Geschickte Heimwerker schaffen es selbst, eine Trennwand zum Nachbarn zu flechten. Es ist aber auch möglich, frische Weidenruten in die Erde zu stecken, wo sie austreiben und nach einiger Zeit eine Weidenhecke bilden.

Modern sind zurzeit Bambusstäbe, die mit Edelstahlpfosten kombiniert werden. Bambus wächst schnell und hoch und bietet im Zusammenspiel mit dem Stahl einen wasserresistenten Wind- und Sichtschutz.

Wer den Sichtschutz nur für ein paar Sommertage im Jahr benötigt, kann auch auf variable Lösungen aus dem Baumarkt zurückgreifen. Dort gibt es Paravents, Sonnensegel, Sichtschutzrollos, die sich leicht montieren und im Winter wieder gut verstauen lassen.
 

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