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Umweltfreundlich und rentabel – Solaranlagen für die Wohnungsheizung
Von ddp/djn-Korrespondent Reiner Fischer
Berlin. Immer mehr Hausbesitzer erkennen, dass die Sonne eine umweltfreundliche und auch preiswerte Energiequelle ist. Während die Kosten für Öl und Gas dramatisch steigen, kann mit Solarstrom über Jahre verlässlich kalkuliert werden. Außerdem werden die Anschaffung von Solaranlagen sowie die Einspeisung von Solarenergie ins Netz vom Staat gefördert.
Entsprechend den aktuellen Richtlinien des Marktanreizprogramms gibt es für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung 40 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch 275 Euro je Anlage. Unterstützt die Sonne überdies die Raumheizung, beträgt der Zuschuss 70 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Anträge können ab 15. März 2007 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.
Deutschlandweit sind schon ca. 940 000 Solaranlagen in Betrieb. Der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) erwartet nach einem erfolgreichen Jahr 2006 nun ein weiteres Boomjahr. "Solares Heizen profitiert ganz klar von zunehmenden Engpässen bei Öl und Gas und der damit verbundenen Kostenexplosion. Die berechtigte Angst der Verbraucher vor weiteren Preissprüngen und zunehmenden Klimaschäden macht Solarenergie zum Verkaufsschlager. Der Count-Down für die Ein-Millionste Anlage läuft", kommentiert BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig.
Photovoltaikanlagen lohnen sich besonders, wenn sie mindestens 20 Jahre halten. Nach Berechnungen der Stiftung Warentest amortisieren sich preiswerte Anlagen schon nach 15 bis 16 Jahren. Der Staat unterstützt den Betreiber aber 20 Jahre lang finanziell. So erwirtschaftet er mit dem Überschuss noch eine Rendite. Denn für jede Kilowattstunde, die er aus seiner Solaranlage ins Netz einspeist, bekommt er 51,8 Cent. Diese Einnahmen sind 20 Jahre lang laut dem Gesetz für Erneuerbare Energien garantiert. Das trifft allerdings nur für Photovoltaikanlagen zu, die bis Ende 2006 in Betrieb gingen. Für später erbaute Anlagen sinkt der garantierte Abnahmepreis jedes Jahr um fünf Prozent, beträgt also für 2007 erbaute Anlagen nur noch 49,21 Cent.
Solarenergie ist auch für Mietwohnungen interessant. Vermieter, die Photovoltaikanlagen installieren, können 11 Prozent der Kosten für diese Modernisierung auf die Kaltmiete umlegen. Bevor Mieter ihr Einverständnis erklären, sollten sie sich aber bestätigen lassen, dass die Solarenergie für sie tatsächlich zu einer spürbaren Senkung ihrer Energiekosten führen wird. Ansonsten brauchen sie die Modernisierung nicht zu dulden. Wenn der Vermieter die Solaranlage nur deshalb auf das Dach baut, um den Strom zu verkaufen und damit Geld zu verdienen, muss sich der Mieter nicht beteiligen.
Wichtig ist auch darauf zu achten, dass der Vermieter bei der Umlage der Moderniesierungskosten für die Solaranlage die staatlichen Fördermittel herausrechnet.
Erste Erfahrungen mit Solaranlagen auf Mietshäusern zum Beispiel in Berlin zeigen, dass sie, gekoppelt mit sinnvoller Wärmedämmung, durchaus langfristig die Betriebskosten der Mieter verringern können. Somit rechnen sie sich nicht nur für Immobilienbesitzer.
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